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Die praktische Prüfung

Bestandteil beruflicher Prüfungen ist grundsätzlich auch eine praktische Aufgabenstellung. Dabei werden berufstypische Aufgaben aus der betrieblichen Praxis bearbeitet. Die entsprechenden Prüfungsinstrumente sind:
 

  • Das Prüfungsprodukt/Prüfungsstück
  • Die Arbeitsprobe
  • Der betriebliche Auftrag
  • Die Arbeitsaufgabe
     

Traditionell waren – außer in den kaufmännischen Berufen – das Prüfungsprodukt/Prüfungsstück und die Arbeitsprobe praktischer Bestandteil der Prüfung. Diese stellen auch heute noch eigenständige Prüfungsinstrumente dar.
 

Der betriebliche Auftrag und die Arbeitsaufgabe werden hingegen nur in Kombination mit anderen Prüfungsinstrumenten, z.B. zusammen mit einem Fachgespräch, durchgeführt.

 

Bewertung

Die Zielsetzung der einzelnen praktischen Prüfungsinstrumente lässt sich aus dem Gegenstand der Bewertung herleiten:

  • Prüfungsprodukt/Prüfungsstück: Bewertung des Arbeitsergebnisses

  • Arbeitsprobe: Bewertung der Arbeits-/Vorgehensweise des Prüflings und des Arbeitsergebnisses

  • Betrieblicher Auftrag: Bewertung der prozessrelevanten Kompetenzen und/oder der Arbeits-/Vorgehensweisen

  • Arbeitsaufgabe: Bewertung der prozessrelevanten Kompetenzen; zusätzlich Bewertung der Arbeitsergebnisse und/oder der Arbeits-/Vorgehensweisen möglich

 
Angelehnt an die Diskussion zur Prozessorientierung beruflicher Bildung fließen bei den beiden letzten praktischen Prüfungsinstrumenten auch die prozessrelevanten Kompetenzen der Prüflinge in die Bewertung ein.