Materialien und Links

Die Mündliche Prüfung

Mit der Hauptausschussempfehlung 119 wurde ein verbindlicher Katalog von Prüfungsinstrumenten festgelegt.
(Seit dem 12.12.2013 ersetzt die Hauptausschuss-Empfehlung 158 die HA Empfehlung 119 vom 13.12.2006)
 
Bei den folgenden Prüfungsinstrumenten wird die Prüfungsleistung mündlich erbracht:
 

  • Fachgespräch
    • Fallbezogenes Fachgespräch
    • Auftragsbezogenes Fachgespräch
    • Situatives Fachgespräch
  • Gesprächssimulation
  • Präsentation

Diese mündlichen Prüfungsleistungen können auch Teil einer kombinierten Aufgabenstellung sein, die auch andere – nicht mündlich zu erbringende – Prüfungsleistungen beinhaltet.
 
Die traditionelle Form der mündlichen Prüfung als reine Leistungskontrolle wird in Zukunft nur noch in der mündlichen Ergänzungsprüfung angewandt.
 
Tipps für Prüfer/innen

Checkliste zur mündlichen Prüfung

 

Tipps für Prüfer/innen

Eine Prüfung ist eine sensible Situation, von deren Ergebnis weitere Lebensplanungen abhängen. Im Hinblick auf diese besondere Verantwortung sollten Sie als Prüfer/in:
 

  • für eine angenehme Prüfungsatmosphäre sorgen, z.B. durch eine freundliche Begrüßung und einen durchgehend angenehmen Gesprächston,
  • sensibel mit Prüfungsängsten umgehen und versuchen, diese abzubauen,
  • bei einem geringen Schwierigkeitsgrad der Fragen anfangen und diesen im Lauf der Prüfung steigern,
  • klar formulierte Fragen stellen und dem Prüfling ausreichend Bedenkzeit für die Beantwortung geben,
  • bei Überforderung des Prüflings den Schwierigkeitsgrad absenken,
  • darauf achten, selbst nicht zu viel zu reden,
  • tolerant gegenüber kritischen Äußerungen des Prüflings ein,
  • mit den gängigen Beurteilungsfehlern vertraut sein, um diese zu vermeiden.

 

Checkliste zur mündlichen Prüfung

Direkt vor der Prüfung:
 

  • Kontrolle der Prüfungsräumlichkeiten: Bestuhlung, Technik, Lärm, Beleuchtung, Erreichbarkeit der sanitären Einrichtungen, ggf. Lage des Vorbereitungsraumes usw.
  • Bei genehmigtem Nachteilsausgleich für behinderte Prüflinge: Überprüfung zusätzlicher Räumlichkeiten, Vorhandensein beantragter Hilfsmittel usw.
  • Ggf Aufstellen der Namensschilder der Prüfer/innen
  • Ggf. Hinweiszettel zu Prüfung an Tür anbringen
  • Prüfen aller wichtigen Unterlagen auf Vollständigkeit
  • Festlegen der Zuständigkeiten der einzelnen Prüfer/innen (falls noch nicht geschehen)
  • Klären der Protokollführung (falls noch nicht geschehen)
  • Ausschalten bzw. Leisestellen der Mobiltelefone
     

Zu Beginn der Prüfung:
 

  • Vorstellung der Mitglieder des Prüfungsausschusses
  • Prüfling um Namen und ggf. Identifikation bitten (Ausweispflicht)
  • Erläuterung des Prüfungsablaufs mit möglichst genauen Zeitangaben
  • Ggf. nähere Erläuterungen zur Bedeutung der Teilprüfung, Gewichtung usw.
  • Belehrung zu erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln
  • Hinweis auf das Handyverbot – ggf. Verwahrung des Mobiltelefons durch den Prüfungsausschuss für die Zeit der Prüfung
  • Belehrung hinsichtlich Ordnungswidrigkeiten und Täuschungsversuchen
  • Frage nach dem gesundheitlichen Zustand des Prüflings, um eine mögliche Prüfungsunfähigkeit auszuschließen

Nach der Prüfung:
 

  • Beratung und Beschlussfassung zur Bewertung
  • Unterschreiben des Prüfungsprotokolls durch alle anwesenden Prüfungsausschussmitglieder
  • Ggf. Bekanntgabe des Ergebnisses (eine Begründung wäre wünschenswert)
  • Nach Feststellung des Gesamtergebnisses der Prüfung: Ausstellung der Bescheinigung über Bestehen oder Nichtbestehen für den Prüfling

 

Wichtig:

Bei der Beratung und der Beschlussfassung zur Bewertung dürfen nur die Mitglieder des Prüfungsausschusses anwesend sein.
 

Checkliste (PDF)