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Oktober 2017

Montag, 23. Oktober 2017

Worauf Betriebe bei der Auswahl von Auszubildenden achten

BIBB Studie zu Anforderung der Betriebe an Bewerberinnen und Bewerber

Unternehmen berücksichtigen bei der Rekrutierung von Auszubildenden besonders Schulnoten, Bewertungen des Sozialverhaltens und unentschuldigte Fehltage. Dabei sind Betriebe, die Schwierigkeiten haben Auszubildende zu finden, etwas eher bereit, auch Bewerber/-innen mit schlechteren Leistungsmerkmalen eine Chance zu geben.

 

Durchgeführt wurde die Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Dafür sollten über 500 Betriebe anhand fiktiver Profile von Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerbern die Wahrscheinlichkeit angeben, diese in einem weiteren Auswahlverfahren zu berücksichtigen.
 
Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Ausbildungsstellenbewerber/-innen mit mittlerem Schulabschluss die Schulnoten aber auch unentschuldigte Fehltage und Kopfnoten bei der Bewerberauswahl besondere Beachtung finden. Betriebe, die sich in einer schwierigen Rekrutierungssituation befinden, sind demnach eher bereit, in einer zweiten Bewerbungsrunde sowohl Bewerber mit guten wie mit etwas schlechteren Voraussetzungen in ihre Auswahl mit einzubeziehen.
 
Die Befragung kommt zu dem Ergebnis, dass diese Kriterien nach Einschätzung der Betriebe auch bei Problemen auf dem Ausbildungsstellenmarkt unverzichtbar für das erfolgreiche Absolvieren einer betrieblichen Ausbildung sind. Dies erklärt auch, so die Autoren/-innen der Studie, warum nach wie vor so viele Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben.
 
BIBB-Präsident Prof. Friedrich Hubert Esser appelliert daher an die Verantwortlichen in den Betrieben, sich an ihre eigenen beruflichen Anfänge zu erinnern und sich klar zu machen, dass sie häufig die Fähigkeiten und Kenntnissen erst im Berufsleben aufgebaut haben. Auch sollten die Ausbildungsplatzsuchenden mehr Möglichkeiten zum persönlichen Kennenlernen der Betriebe erhalten. Zentrale Aufgabe sei es „die Betriebe bei ihrer Ausbildertätigkeit zu unterstützen, beispielsweise über Programme wie die Assistierte Ausbildung'", betont der BIBB-Präsident zudem. Den Jugendlichen legt er dagegen nahe, regional mobiler zu werden. Die Chancen, in einem Auswahlverfahren weiter zu kommen, steigen in Regionen, in denen Betriebe händeringend Auszubildende suchen.

 

Weitere Informationen

Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Telefon: 0228 / 107 - 0
Fax: 0228 / 107 - 2977
Internet: www.bibb.de

BIBB REPORT, Heft 2/2017:
"Welche Anforderungen stellen Betriebe an zukünftige Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss?"