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Juli 2017

Dienstag, 18. Juli 2017

Beruf "Bürsten- und Pinselmacher/-in" modernisiert

Ausbildungsordnung und Rahmenlehrplan überarbeitet

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis die Ausbildungsordnung auf den neuesten Stand gebracht. Sie tritt am 1. August in Kraft.

 

Herstellung eines Pinsels per Handarbeit (© da Vinci, Nürnberg )Die modernisierte Ausbildungsordnung löst die bestehende Verordnung aus dem Jahr 1984 ab. Technische, wirtschaftliche und organisatorische Veränderungen und Entwicklungen in der Bürsten- und Pinselfertigung hatten eine Neuordnung notwendig gemacht. So berücksichtigt die modernisierte Ausbildungsordnung unter anderem neue Fertigungsverfahren und erhöhte Anforderungen an die Produkte in Bezug auf Sicherheit und Nachhaltigkeit. Sie sollen nicht nur strapazierfähig und gut zu handhaben sein, sondern teils höchsten Ansprüchen genügen, insbesondere im Künstlerbedarf.
 
Gefertigt werden sie aus Tierhaaren, Naturborsten, pflanzlichen oder synthetischen Fasern, die in Holz oder Kunststoffe eingefügt werden. Der weitaus größte Teil der Bürsten- und Pinselproduktion kommt zwar aus deutschen Industriebetrieben oder wird importiert. Es gibt aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem besonderen Interesse an handwerklich hergestellten Produkten, für die dann ein entsprechend höherer Preis anfällt.
 
Die dreijährige Ausbildung zum/zur Bürsten- und Pinselmacher/-in wird sowohl von Handwerks- als auch von Industriebetrieben angeboten. Die Auszubildenden erlernen die verschiedenen Bürsten- und Pinselarten und ihren Verwendungszweck, sie werden mit den unterschiedlichen handwerklichen und/oder industriellen Verarbeitungstechniken und mit den Maschinen und Werkzeugen vertraut gemacht, die zur Herstellung benötigt werden.
 
Die neue Ausbildungsordnung unterscheidet nicht mehr nach Fachrichtungen. Sie legt vielmehr die Bürsten- und die Pinselherstellung als jeweils eigenständigen Schwerpunkt fest. Nach dem zweiten Ausbildungsjahr findet eine Zwischen- und am Ende der Berufsausbildung eine Abschlussprüfung statt. Sie erfolgt in folgenden Prüfungsbereichen:
 

  • Produktionsauftrag,
  • Arbeitsplanung und Technologie sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

 
Die Übernahmeaussichten für Auszubildende sind sehr gut. Nach der Abschlussprüfung kann eine Weiterqualifizierung zum/zur Bürsten- und Pinselmachermeister/-in angeschlossen werden.
 

Bürsten- und Pinselmacher/ Bürsten- und Pinselmacherin
(Ausbildungsordnung vom 08.06.2017 und Rahmenlehrplan)

 

Weitere Informationen

Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Telefon: 0228 / 107 - 0
Fax: 0228 / 107 - 2977
Internet: www.bibb.de

Ansprechpartnerin:
Brigitte Seyfried