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Juli 2017

Donnerstag, 13. Juli 2017

Neue Ausbildungsordnung für Biologiemodellmacher/-innen

Altberuf stammt noch aus dem Jahr 1938

Inhaltliche und technische Entwicklungen in der Fachpraxis hatten eine Neuordnung des Ausbildungsberufs „Biologiemodellmacher/ Biologiemodellmacherin“ notwendig gemacht. Die modernisierte Verordnung berücksichtigt sowohl traditionelle Herstellungsverfahren als auch technologische Weiterentwicklungen. Sie tritt zum 1. August 2017 in Kraft.

 

Die Natur als Vorbild – Ausbildung für Biologiemodellmacher/-innen modernisiert (© SOMSO, Coburg - BIBB Pressefoto)Biologiemodellmacher/-innen fertigen anatomische, botanische und zoologische Lehr- und Demonstrationsmodelle sowie künstliche Körper, zu Übungszwecken an – nach Vorgaben wissenschaftlicher Expertinnen und Experten. Die Modelle kommen überwiegend in Schulen, Universitäten, Ausbildungseinrichtungen und Museen zum Einsatz.
 
Die dreijährige Ausbildung vermittelt alles über die Herstellung der Modelle, das Retuschieren von modellspezifischen Rohlingen, das Verbinden von Modellteilen sowie über deren Zusammenbau. Die Fachkräfte gestalten die Modelle mit verschiedenen Mal- und Auftragetechniken und führen Reparaturarbeiten aus. Das erfordert einen hohen Aufwand an spezialisierter und reiner Handarbeit. Neben einem ausgeprägten handwerklichen Geschick sind auch technisches Verständnis sowie gute Biologiekenntnisse gefragt.
 
Der derzeitige Ausbildungsberuf „Biologiemodellmacher“ und „Biologiemodellmacherin“ stammt aus dem Jahr 1938. Der Beruf gehört, da er vor dem Berufsbildungsgesetz in Kraft gesetzt wurde, zu den Altberufen und ist gemäß entsprechender Übergangsregelung nach BBiG geregelt.
 
Eine Überarbeitung der derzeitigen Ausbildungsregelung war mit Blick auf die Entwicklungen in der fachlichen Praxis sowie in Bezug auf die Struktur der Verordnung als auch hinsichtlich der Ausbildungsinhalte notwendig. Die Regelung aus 1938 enthält u.a. keine integrativen Ausbildungsabschnitte und entspricht nicht den aktuellen Standards.
 
Mit der neuen Verordnung wurde die bisherige Prüfungsstruktur in Form einer klassischen Zwischen- und Abschlussprüfung beibehalten. Die Abschlussprüfung findet in drei Prüfungsbereichen statt:
 

  • Herstellen eines mehrteiligen Modells,
  • Planung und Fertigung sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Ausbildung hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nun im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis neu geordnet. Inhalte, Ziele, Dauer und Anforderungen für die modernisierte Ausbildungsordnung wurden mit der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie Fachleuten der Berufsschulen abgestimmt, um eine enge Verknüpfung der betrieblichen Lehrinhalte mit jenen in der Berufsschule zu gewährleisten.


Verordnung über die Berufsausbildung zum Biologiemodellmacher und zur Biologiemodellmacherin
(Biologiemodellmacherausbildungsverordnung – BMMAusbV)
Vom 8. Juni 2017
 

 

Weitere Informationen

Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Telefon: 0228 / 107 - 0
Fax: 0228 / 107 - 2977
Internet: www.bibb.de

Ansprechpartnerin:
Gunda Görmar