Optionen

Darstellungsstil

Stellen Sie hiermit die Darstellung dieses Internetauftrittes auf Standard ein. Erhöhen Sie den Kontrast der Darstellung dieses Internetauftrittes




Legende:

Interner Link

Externer Link

Juni 2017

Donnerstag, 1. Juni 2017

Moderne Ausbildungsordnung für die Mühlen- und Getreidewirtschaft

Gestreckte Abschlussprüfung ersetzt klassische Zwischen- und Abschlussprüfung

Verfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Mühlen- und Getreidewirtschaft – so lautet die Berufsbezeichnung für die neugefasste Ausbildungsordnung. Sie ist eine Weiterentwicklung der Inhalte des bisherigen Ausbildungsberufs Müller/-in, der um die Lagerung, insbesondere von Getreide, ergänzt wurde. Die aktualisierte Ausbildungsordnung tritt zum 1. August 2017 in Kraft.

 

Ausbildung in der Mühlen- und Getreidewirtschaft modernisiert (BIBB Pressefoto: © VGMS)Fachrichtungsübergreifend vermittelt die Ausbildung Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten entlang der Prozesskette von der Annahme der Rohstoffe bis zu deren Bereitstellung für die weitere Verarbeitung. Sie bietet unter dem Dach gemeinsamer Inhalte zudem Spezialisierungsmöglichkeiten in den Fachrichtungen Müllerei und Agrarlager.
 
In der Fachrichtung Müllerei steht die Steuerung von Produktionsprozessen zur Herstellung von Getreideprodukten, Futtermitteln und Spezialerzeugnissen für die menschliche und tierische Ernährung im Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um Mehl unterschiedlicher Typen, zum Beispiel aus Weizen, Roggen oder Dinkel, sondern auch um Spezialerzeugnisse wie Öle und Gewürze oder Futtermittel.
 
Um die werterhaltende Lagerung unterschiedlicher Rohstoffe geht es in der Fachrichtung Agrarlager. Hier sind die jeweiligen Lagerungseigenschaften zu berücksichtigen, geeignete Lagerarten auszuwählen sowie Trocknungs-, Kühlungs- und Belüftungsprozesse zu steuern. Dazu gehören auch Kenntnisse über die energiewirtschaftlichen Aspekte der Lagerung und die Handhabung von Saatgut sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.
 
Mit der Modernisierung wurde auch die die Gestreckte Abschlussprüfung eingeführt, die künftig die bisherige klassische Zwischen- und Abschlussprüfung ersetzt. Der erste Teil der Gestreckten Abschlussprüfung geht dabei mit 25 % in die Gesamtnote ein und stellt die Rohstoffannahme in den Mittelpunkt. Im zweiten Teil sind die fachrichtungsspezifischen Inhalte Gegenstand der Prüfung.
 
2016 wurden bundesweit insgesamt 90 Ausbildungsverträge für den bisherigen Beruf Müller/-in neu abgeschlossen, 10 % davon mit Frauen. Arbeitsmöglichkeiten bieten sich für vor allem in Mehl- und Schälmühlen, Futtermittelwerken sowie Öl- und Gewürzmühlen, Lagerbetrieben für Getreide, Ölsaaten, Hülsenfrüchte und Saatgut sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Beruflich weiterqualifizieren können sich die Fachkräfte zum/zur Müllermeister/-in, zum/zur staatlich geprüften Techniker/-in der Fachrichtung Mühlenbau, Getreide- und Futtermitteltechnik oder zum/zur Industriemeister/-in der Fachrichtung Lebensmittel.
 
Die Modernisierung der dreijährige Ausbildung hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis erarbeitet.
 
Ausbildungsordnung "Verfahrenstechnologe/-technologin Mühlen- und Getreidewirtschaft"

 

Weitere Informationen

Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Telefon: 0228 / 107 - 0
Fax: 0228 / 107 - 2977
Internet: www.bibb.de

BIBB Informationen zu Ausbildungsberufen