BP:
 

Berufe mit Gestreckter Abschlussprüfung oder Gesellenprüfung

Seit 2002 wurde eine neue Prüfungsstruktur eingeführt: die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinander fallenden Teilen. Diese ist besser bekannt als Gestreckte Prüfung, Gestreckte Abschlussprüfung, Gestreckte Gesellenprüfung oder abgekürzt als „GAP“ oder „GGP“.

Bei der traditionellen Prüfungsstruktur wird während der Ausbildung eine Zwischenprüfung zur Lernstandskontrolle durchgeführt. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende der Ausbildungszeit in Form einer Gesamtprüfung. Das Ergebnis der in der Zwischenprüfung erbrachten Leistungen fließt nicht in die Abschlussnote ein.

Bei der Gestreckten Abschluss- bzw. Gesellenprüfung hingegen werden zwei Prüfungsteile abgelegt, die beide für das Gesamtergebnis bzw. die Abschlussnote zählen. Teil 1 der Abschluss- bzw. Gesellenprüfung findet während der Ausbildungszeit statt. Teil 2 wird am Ende der Ausbildungszeit abgelegt. Teil 1 und Teil 2 der Gestreckten Abschluss- bzw. Gesellenprüfung sind somit Bestandteile einer Abschlussprüfung.

Um die Prüfungsstruktur auf ihre Praxistauglichkeit zu testen, wurden zunächst Erprobungsverordnungen erlassen. Dabei waren die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe Vorreiter. Die meisten dieser Erprobungsverordnungen sind inzwischen in Dauerrecht überführt. Seit 2009 wurde die Gestreckte Abschlussprüfung auch im kaufmännischen Bereich erprobt. Mittlerweile wurde auch dort eine Verordnung in Dauerrecht überführt.

Im Folgenden finden Sie die aktuell geltenden Berufe, die mit Gestreckter Abschluss- bzw. Gesellenprüfung arbeiten, nach verschiedenen Kriterien sortiert. Wo die Ausbildungsordnung den Status einer Erprobungsverordnung hat oder eine Änderung der Berufsbezeichnung vorliegt, wurde dies vermerkt.