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Prüfungsinstrumente

Die folgenden Definitionen sind der Empfehlung 119 für die Regelung von Prüfungsanforderungen in Ausbildungsordnungen des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung entnommen.
 

Schriftliche Aufgaben
Fachgespräch
Gesprächssimulation
Präsentation
Prüfungsprodukt/ Prüfungsstück
Arbeitsprobe
Betrieblicher Auftrag *
Arbeitsaufgabe *


* Betrieblicher Auftrag und Arbeitsaufgabe sind keine eigenständigen Prüfungsinstrumente, da zu ihrer Bewertung in der Regel mehrere Prüfungsinstrumente festgelegt werden!

 

Schriftliche Aufgaben

Der Prüfling bearbeitet schriftlich berufstypische Aufgaben. Dabei entstehen Ergebnisse wie z.B. Lösungen zu einzelnen Fragen, Geschäftsbriefe, Stücklisten, Schaltpläne oder Bedienungsanleitungen. Bewertet werden die fachliche Richtigkeit der Lösungen sowie das Verständnis für fachliche Zusammenhänge. Zusätzlich können auch die Beachtung formaler Aspekte wie Gliederung, Aufbau und Stil bewertet werden (z.B. wenn ein Geschäftsbrief zu erstellen ist).

 

Fachgespräch

In einem Fachgespräch werden Fachfragen und fachliche Sachverhalte erörtert; es werden u.a. Probleme, Lösungen oder Vorgehensweisen diskutiert.
Folgende spezifische Ausprägungen werden unterschieden:
 

  • Fallbezogenes Fachgespräch, welches ein eigenes Prüfungsinstrument darstellt.
  • Auftragsbezogenes Fachgespräch, das nach der Durchführung des Betrieblichen Auftrags oder des Prüfungsprodukts/ Prüfungsstücks erfolgt.
  • Situatives Fachgespräch, welches sich auf die Arbeitsaufgabe bezieht. Es findet während der Aufgabendurchführung statt, um das Handeln besser verstehen zu können.

 

Gesprächssimulation

Die Gesprächssimulation ist ein mündliches Rollenspiel. Der Prüfling agiert dabei in seiner künftigen beruflichen Funktion, während in der Regel ein Prüfer/ eine Prüferin die Rolle des Gesprächspartners übernimmt. In Betracht kommen hierfür ein inner- oder außerbetrieblicher Kunde, ein Gast, ein Mitarbeiter im Mitarbeitergespräch u.ä.. Dabei kann dem Prüfling die Möglichkeit gegeben werden, sich anhand von Unterlagen auf die Situation/ Gesprächssimulation vorzubereiten und diese während des Gesprächs zu nutzen. Gegenstand der Bewertung sind dann z.B. fachliche Kompetenzen, Kundenorientierung oder kommunikative Kompetenzen wie etwa Auftreten oder sprachlicher Ausdruck. Die Gesprächssimulation wird vom gesamten Prüfungsausschuss abgenommen.

 

Präsentation

Der Prüfling stellt in einem Vortrag ggf. unter Nutzung von Hilfsmitteln einen berufstypischen Sachverhalt, berufliche Zusammenhänge oder die Lösung einer vorab gestellten Aufgabe dar und beantwortet bei Bedarf auf den Vortrag bezogene Verständnisfragen. Gegenstand der Bewertung können z.B. fachliche und kommunikative Kompetenzen, die Form der Darstellung und die Präsentationstechnik sein. Die Präsentation wird vom gesamten Prüfungsausschuss abgenommen.

 

Prüfungsprodukt/Prüfungsstück

Der Prüfling erhält die Aufgabe, ein berufsspezifisches Produkt zu fertigen. Beispiele für ein solches Prüfungsprodukt/ Prüfungsstück sind ein Metall- oder Holzerzeugnis, ein Computerprogramm, ein Marketingkonzept, eine technische Zeichnung, ein Blumenstrauß etc. Zu bewerten ist das Arbeitsergebnis. Während des Arbeitsprozesses kontrolliert eine Aufsichtsperson, ob der Prüfling selbstständig arbeitet und keine unzulässigen Hilfsmittel verwendet. Die Aufsichtsperson muss nicht Mitglied des Prüfungsausschusses sein.

 

Arbeitsprobe

Der Prüfling soll eine berufstypische Arbeit durchführen. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Dienstleistung oder eine Instandhaltung handeln. Der Prüfungsausschuss bewertet die Arbeits-/ Vorgehensweise und das Arbeitsergebnis. Die Durchführung der Arbeitsprobe erfolgt in Anwesenheit des Prüfungsausschusses.

 

Betrieblicher Auftrag

Der Betriebliche Auftrag besteht aus einer im Ausbildungsbetrieb anfallenden realen berufstypischen Arbeit. Er wird vom Betrieb vorgeschlagen und muss vom Prüfungsausschuss genehmigt werden. Durchgeführt wird der Betriebliche Auftrag im Betrieb bzw. beim Kunden selbst. Bewertet werden die prozessrelevanten Kompetenzen, Arbeitsergebnisse und/oder Arbeits-/ Vorgehensweisen. Grundlage der Bewertung sind die Instrumente Auftragsbezogenes Fachgespräch, Präsentation und/oder Schriftliche Aufgaben. Es ist zusätzlich möglich, eine Dokumentation, praxisbezogene Unterlagen und die Inaugenscheinnahme des Arbeitsergebnisses in die Bewertung mit einzubeziehen. Sofern die Dokumentation Teil des berufstypischen Arbeitsergebnisses ist, kann eine eigenständige Bewertung erfolgen.
 
Der betriebliche Auftrag ist kein eigenständiges Prüfungsinstrument, da zu seiner Bewertung in der Regel mehrere Prüfungsinstrumente festgelegt werden!
 

Berufe mit betrieblichem Auftrag
 

 

Arbeitsaufgabe

Die Arbeitsaufgabe besteht aus einer vom Prüfungsausschuss entwickelten berufstypischen Aufgabe, bei der im Gegensatz zur Arbeitsprobe und zum Prüfungsprodukt/ Prüfungsstück auch die prozessrelevanten Kompetenzen bewertet werden. Darüber hinaus können ebenfalls Arbeitsergebnisse und/ oder Arbeits-/ Vorgehensweisen bewertet werden. Grundlage der Bewertung sind die Instrumente Situatives Fachgespräch, Präsentation und/ oder Schriftliche Aufgaben. Es ist zusätzlich möglich, eine Dokumentation, praxisbezogene Unterlagen, eine Beobachtung der Durchführung und die Inaugenscheinnahme des Arbeitsergebnisses in die Bewertung mit einzubeziehen. Sofern die Dokumentation Teil des berufstypischen Arbeitsergebnisses ist, kann eine eigenständige Bewertung erfolgen.
 
Die Arbeitsaufgabe ist kein eigenständiges Prüfungsinstrument, da zu ihrer Bewertung in der Regel mehrere Prüfungsinstrumente festgelegt werden!