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Januar 2008

Dienstag, 15. Januar 2008

Zehn Jahre IT-Berufe: Eine Erfolgsstory?

Industrie- und Handelskammern (IHK) Potsdam und Berlin diskutierten auf einem gemeinsam durchgeführten Erfahrungsaustausch am 7. November über die Aktualität der IT Berufsausbildung.

Mitarbeiter eines IT Berufs

Die IT-Berufe gehören seit Jahren zu den gefragtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. Grund genug, zu prüfen, ob sie noch den Anforderungen der Wirtschaft entsprechen oder weiter spezifiziert werden müssen.

 

Wie stellen sich die Zukunftsaussichten der ausgebildeten Fachkräfte dar? Sind die derzeitigen Prüfungsregularien noch zeitgemäß? Erfüllen die Berufe inhaltlich noch die Anforderungen der Wirtschaft oder ist eine weitere Spezialisierung wie beim neuen Mathematisch-Technischen Softwareentwickler notwendig? Wie stellen sich die Zukunftsaussichten der ausgebildeten Fachkräfte dar? In Fachforen diskutierten Unternehmer, Ausbilder, Prüfer sowie Verbands- und Gewerkschaftsvertreter über die Aktualität der Berufsbilder.

Seit zehn Jahren gibt es die IT-Berufe in ihrer derzeitigen Ausbildungs- und Prüfungsstruktur. "Vieles, was in den 4 Berufsbildern geregelt wurde, hat sich bewährt und ist aus Sicht der IHK-Organisation erhaltenswert. Manche Regelungen, die vor 10 Jahren getroffen wurden, erwiesen sich als schwer handhabbar und gehören unserer Meinung nach auf den Prüfstand", so Axel Müller, Ausbildungsberater bei der IHK Potsdam. Das beträfe zum einen den Zuschnitt einzelner Ausbildungsprofile, zweitens eine Verringerung des Prüfungsaufwandes sowie eine Neubewertung betrieblicher Projektarbeit. Die IHK Potsdam plädiere, so Müller, für eine Verringerung des Prüfungsaufwandes. Darüber hinaus zeige sich, so der Ausbildungsberater, aus der Sicht der IHK ein weiterer Schwachpunkt in bezug auf die Prüfungsregelungen. "Es wurde vor 10 Jahren versäumt, genau zu formulieren, welche fachlichen Kenntnisse in den einzelnen Ausbildungsberufen notwendig sind, um die Prüfung zu bestehen. Es wurde auf die Definierung eines Sperrfaches komplett verzichtet. Jeder Prüfling kann also mit sehr guten Leistungen im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde mangelhafte Leistungen in den anderen Bereichen der Kenntnisprüfung ausgleichen. Dieser Zustand ist aus Sicht der IHK-Organisation nicht tragbar und bedarf der Korrektur."

Am Ende der ganztägigen Diskussionen fassten die Vertreter der Kammern die wichtigtsten Ergebnisse zusammen:

  • Die Benennungen und Inhalte der einzelnen Berufsbilder haben sich bewährt und sollen beibehalten werden
  • Die Prüfungen müssen sowohl in Form als auch inhaltlich verändert werden:
    • gestreckte Prüfungen soll es nun auch für IT-Berufe geben
    • derzeitige Ganzheitliche Aufgabe 1 sollte Sperrfach-Charakter bekommen
    • Die Bewertung der Dokumentation sollte beibehalten werden - aber bei deutlich geringerer Wichtung

 

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