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Juli 2010

Dienstag, 27. Juli 2010

Untersuchung zu zweijährigen Ausbildungsberufen

Untersuchung zu zweijährigen Ausbildungsberufen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie bestätigt Bedarf.

Zwischen Wirtschaft und Gewerkschaften gibt es unterschiedliche Auffassungen über 2-jährige Berufe. Eine aktuelle, vom BMWi in Auftrag gegebene Untersuchung der 40 aktuell bestehenden 2-jährigen Ausbildungsberufe soll zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.

 

Seit Ende der 1990er Jahre wurden zahlreiche bestehende Ausbildungsberufe mit zweijähriger Ausbildungsdauer modernisiert und neue Ausbildungsberufe eingeführt. Insgesamt existieren 40 duale Ausbildungsberufe mit einer regulären Ausbildungsdauer von zwei Jahren.
 
Die Einführung neuer zweijähriger Ausbildungsberufe hatte in den letzten Jahren kontroversen Diskussionen geführt, mit der Folge, dass zweijährige Ausbildungsangebote nicht im Konsens mit den Gewerkschaften beschlossen wurden. Vor dem Hintergrund, dass sich die Neuordnung der Berufslandschaft aufgrund der unterschiedlichen Interessenlagen der Sozialpartner schwierig gestaltete und bestehender Forschungslücken über zweijährige Ausbildungsberufe hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Studie in Auftrag gegeben, mit dem Ziel die Diskussion zu versachlichen und auf wissenschaftlich fundierte Füsse zu stellen.
 
Laut der im März 2010 veröffentlichten Studie seien seien Sorgen um eine "Erosion der betrieblichen Ausbildungskultur" und die großflächige Verdrängung drei- und dreieinhalbjähriger Ausbildungen unbegründet.Wirtschafts- und berufsbildungspolitische Relevanz kommt insbesondere den 10 stärkstbesetzten 2-jährigen Ausbildungsberufen zu, die über 90% aller neuen Vertragsabschlüsse in diesem Ausbildungssegment registrieren. Moderne Ausbildungsordnungen und durchlässige Strukturen können die Attraktivität 2-jähriger Berufe erheblich steigern.
 
Für die Auszubildenden ist zudem die Anrechnung von Ausbildungsinhalten und -zeiten bei Fortsetzung der Ausbildung in einem 3-jährigen Beruf ein wichtiges Kriterium und erleichtern den Berufseinstieg. 
 
Den ausbildenden Betrieben erlauben es die 2-jährige Berufe, passgenauer an ihrem Bedarf ausgerichtet ausbilden. Zum anderen gebe es Betriebe, die sich auch aus demografischen Gründen zunehmend schwächeren Gruppen des Ausbildungsmarktes zuwenden müssen und diese in einer ersten Stufe zweijährig ausbilden und dann, je nach Potenzial und Interesse auch des Jugendlichen, die Ausbildung fortführen.
 
Die Arbeitsmarktverwertbarkeit der einzelnen zweijährigen Berufe wurde im Rahmen dieser Studie nicht detailliert untersucht. Die Ergebnisse ließen aber den klaren Schluss zu, "dass eine hohe Arbeitsmarktverwertbarkeit einer zweijährigen betrieblichen Ausbildung bei zweijährig ausbildenden Betrieben gegeben ist. Sie ist deutlich höher als die einer (formal höherwertigen) dreijährigen außerbetrieblichen Ausbildung, die wiederum deutlich höher ist als die einer zweijährigen außerbetrieblichen Ausbildung".

Die vollständige Studie kann beim BMWi heruntergeladen werden:

Endbericht "Untersuchung zu zweijährigen Ausbildungsberufen"
Berlin, 05. März 2010
Studie im Auftrag des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Projektleitung: Dipl.-Volksw. Stefan Ekert (INTERVAL)

 

Weitere Informationen

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und TechnologieUntersuchung zu zweijährigen Ausbildungsberufen
Endbericht zur Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Stand: März 2010

Dipl.-Volksw. Stefan Ekert (INTERVAL)

INTERVAL GmbH
Habersaathstr. 58
10115 Berlin
http://www.interval-berlin.de/

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